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Pflegeleichtes Bad mit fugenlosen Wänden und pflegeleichtem Waschbecken.

Pflegeleichtes Bad und pflegeleichte Dusche einrichten

Tipps für ein pflegeleichtes Bad und eine pflegeleichte Dusche

Es gibt Ausnahmen, aber für die meisten von uns gehört Saubermachen nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen. Alleine deshalb, weil es uns wertvolle Lebenszeit raubt und wir in dieser Zeit lieber etwas anderes machen würden. Mit so wenig Aufwand wie möglich alles blitz und blank zu bekommen ist darum für viele die Idealvorstellung. Insbesondere im vielbenutzten Badezimmer, das hygienisch sauber sein sollte und wo man mit lästigen Kalkflecken zu kämpfen hat. Wenn man ein pflegeleichtes Bad und eine pflegeleichte Dusche haben möchte, die in ein paar Handgriffen sauber sind, sollte man schon bei der Planung darauf achten, die richtigen Materialien, den richtigen Grundriss und die richtigen Badmöbel auszuwählen. Worauf man dabei achten muss? Hier gibt es die wichtigsten Tipps.

Tipp 1: Ein pflegeleichtes Bad ist ein einfaches Bad

Auch wenn man sich auf den ersten Blick in den verschnörkelten Waschtisch mit Vintage-Wasserhahn verliebt hat – wenn man das Badezimmer pflegeleicht gestalten möchte, sollte man als erstes darüber nachdenken, wie viele Handgriffe man benötigt, um ihn sauber zu bekommen. Jedes Detail, jeder Schnörkel, jeder Rücksprung, jede Ecke und jede Nische ist später ein Staubfänger mehr, der sauber gemacht werden muss. Das heisst jetzt nicht, dass man das Badezimmer unbedingt minimalistisch einrichten muss. Wenn man ein Freund verspielter Designs ist, kann man das zum Beispiel in der Wahl des Plattenmusters, in verspielten Details wie einer hängenden Pflanze im Bad oder dem Design der Badschränke ausleben. Man muss dabei nur immer im Hinterkopf behalten, dass die Oberflächen, die benutzt werden, leicht zu reinigen sind.

Pflegeleichtes Bad mit fugenlos verlegten Platten.

Platten können auch fugenlos verlegt werden.

Tipp 2: Fugenloses Badezimmer (oder wenig Fugen)

Besonders reinigungsfreundlich ist ein vollkommen fugenloses Bad oder eines mit nur sehr wenig Fugen. Fugen verfärben sich mit der Zeit und bieten Angriffsfläche für Schimmel. Ausserdem ist das Abwischen einer fugenlosen Oberfläche einfacher als einer mit Fugen. Für fugenlose Bäder gibt es heutzutage ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Einige Beispiele:

  • Fugenloser Wandbelag aus einer Mischung von Natursteinen, Zement und Farbpigmenten. Ist nicht ganz einfach anzuwenden, ergibt jedoch ein fast fugenloses Gesamtbild.
  • Kalkputz: Kalkputz gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten, je nachdem, welchen Effekt,  man erzielen möchte. Richtig behandelt ergibt dies auch einen durchaus pflegeleichten Wandbelag.
  • Beton Ciré: Diese Art von Feinputz ist ideal, wenn man seinem Badezimmer einen Industrial Look verleihen möchte.
  • Grossformatige, dünne Keramik- und Feinsteinzeug-Platten mit minimalem Fugenbild. Es gibt sie in Grössen bis 1200x2400mm. Mit einer solchen Grösse kann der Nassbereich fast ohne Fugen belegt werden.
  • Grosse Wandpaneele: grossflächige Wandpaneele gibt es in verschiedenen Materialien und Ausführungen, wie zum Beispiel Akron. Der optische Effekt ist oft edler und aussergewöhnlicher als der von Platten.
  • Tapeten: Tapeten im Badezimmer sind heute keine Ausnahme mehr. Moderne Glasfasertapeten sind heutzutage so wasserfest, dass sie sogar im Bereich der Dusche verwendet werden können. Hiermit können spektakuläre Designs erzielt werden.

Was aber, wenn ich Plättli mit Fugen nun mal schick finde? Das ist im Grunde auch kein Problem. Moderne 2-Komponenten-Fugenmörtel sind sehr viel widerstandsfähiger als die herkömmlichen Fugenmörtel, die früher für Badezimmer verwendet wurden. Insbesondere bei einer guten Luftzirkulation im Bad wird es daher normalerweise sehr lange dauern, bis sich Schimmel bildet. Nur allzu kleine Platten sollte ein pflegeleichtes Badezimmer nicht haben, um nicht zu viel Angriffsfläche zu bieten.

Tipp 3: Oberflächen mit Nanoversiegelung

Eine Nanobeschichtung oder Nanoversiegelung verleiht Oberflächen den sogenannten Lotuseffekt, das heisst, dass Wasser und Schmutzpartikel kaum am Material haften können und daran abperlen. Eine Nanobeschichtung ist daher der beste Verbündete für ein pflegeleichtes Bad. Nanoversiegelungen gibt es heutzutage für alles, was man im Badezimmer benötigt: von Glasabtrennungen über Armaturen und Waschtische bis hin zum WC. Artikel mit Nanobeschichtung sind ein bisschen teurer, aber die Investition lohnt sich, wenn man bedenkt, wie sehr der Putzaufwand sich reduzieren wird.

Hängende Badmöbel sind besonders pflegeleicht.

Hängende Badmöbel sind reinigungsfreundlicher.

Tipp 4: Unterputz und hängende Badmöbel

Je mehr Technik und funktionale Elemente man hinter der Wand verschwinden lassen kann, desto weniger braucht man später zu putzen. Der Spülkasten moderner WCs zum Beispiel wird heute gerne in die Wand eingebaut, wodurch die Reinigung desselben entfällt. Das gleiche gilt für Armaturen, die unter Putz verlegt werden, so dass man nur die Bedienflächen zu reinigen braucht. Wenn man ein vollkommen pflegeleichtes Bad planen möchte, sollte man zusätzlich auf ein hängendes WC und hängende Badmöbel setzen , da man einfach darunter wischen kann und es keine schwer zugänglichen Stellen gibt, an denen sich Schmutz ansammeln kann.

Tipp 5: Pflegeleichtes WC ohne Spülrand

Das WC zu reinigen ist eine der unbeliebtesten Aufgaben im Haushalt. Die Arbeit erleichtern können moderne WCs, die dank eines ausgeklügelten Spülsystems ohne Spülrand auskommen. Der Spülrand bietet bei herkömmlichen WCs eine Schwachstelle, an der sich viel Schmutz absetzt und die schwierig zu reinigen ist. Ein spülrandloses WC ist dagegen sehr viel schneller sauber gewischt. Wenn es zusätzlich noch unter Putz in der Wand verankert und mit einer Nanoversiegelung versehen ist (siehe oben), hat man ein WC, das in ein paar Handgriffen sauber ist.

Pflegeleichtes Bad dank Walk-in-Dusche.

Eine Walk-in-Dusche ist besonders pflegeleicht.

 Tipp 6: Pflegeleichte Dusche ohne Rahmen und Profile

Gleich nach dem WC kommt im Beliebtheitsgrad beim Saubermachen die Dusche, die viel benutzt wird und anfällig für Kalkflecken ist. Darum ist es besonders wichtig, die Dusche pflegeleicht zu gestalten. Am besten geeignet ist eine rahmenlose Glasabtrennung ohne Profile. Glas ist dank seiner porenlosen Oberfläche eines der hygienischsten Materialien überhaupt. Wird es zusätzlich mit einer Nanobeschichtung versehen, ist es sehr einfach zu reinigen. Probleme bei der Reinigung bieten darum meistens eher die Ecken, Kanten, Profile und Beschläge als das Glas selber. Eine besonders pflegeleichte Dusche ist die Walk-in-Dusche, die einfach nur aus einer grossen Glasscheibe besteht. Aber wenn man lieber eine Tür haben möchte, ist das auch kein Problem. Man sollte nur auf keinen Fall eine Schiebetür wählen, da sich in den Rillen besonders viel Schmutz absetzt. Ideal ist eine Schwingtür mit einem leicht zu reinigende Verschluss.

Pflegeleichtes Bad dank rahmenloser Glasdusche.

Eine rahmenlose Glasdusche bietet wenig Angriffsfläche für Schmutz.

Tipp 7: Die richtigen Materialien für ein pflegeleichtes Badezimmer

Die richtigen Materialien für ein pflegeleichtes Bad auszuwählen, ist nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Das perfekte Material gibt es nämlich nicht, und man muss verschiedene Aspekte in Erwägung ziehen. Soll das Material so hygienisch wie möglich sein? Oder soll es so lange wie möglich gut aussehen? Das ist nämlich nicht immer dasselbe.

Die besten Materialien für Oberflächen im Badezimmer

Für ein pflegeleichtes Badezimmer sollte man vor allem poröse Materialien vermeiden. Dazu gehören viele Natursteine wie etwa Marmor oder Travertin, die zwar hervorragend aussehen, aber zu Fleckenbildung neigen. Ausser den oben genannten Materialien für fugenlose Bäder sind folgende Materialien für Oberflächen im Badezimmer gut geeignet.

  • Feinsteinzeug: Dieses Material ist besonders robust, auch gegen Kratzer, und verzeiht sehr viel. Es gibt es ausserdem in den unterschiedlichsten Ausführungen, von der täuschend echten Holzoptik bis zum Stein-Look.
  • (Imprägnierter) Granit: Granit ist der robusteste unter den Natursteinen. Mit einer entsprechenden Imprägnierung ist er einfach zu reinigen und sieht lange gut aus.
  • Holz: Abhängig von den räumlichen Gegebenheiten, kann auch Holz im Bad sehr pflegeleicht sein. Holz ist von Natur aus antibakteriell und mit der entsprechenden Imprägnierung sehr pflegeleicht. Das Problem ist nur, dass es bei allzu hoher Luftfeuchtigkeit aufquellen kann. In einem gut gelüfteten Badezimmer, in dem die Luftfeuchtigkeit normalerweise nicht über 70 % steigt, ist das aber kein Problem.

Matt oder Hochglanz – hell oder dunkel?

Bei dieser Frage scheiden sich wohl die Geister. Auf dunklen, einfarbigen Hochglanzflächen sieht man Flecken, insbesondere Kalkflecken, eindeutig am ehesten. Bei Flecken, die sich „eingebrannt“ haben, ist das sehr schade. Allerdings empfinden es viele auch als Vorteil, wenn man den alltäglichen Schmutz schneller sieht, weil man ihn dann auch schneller entfernen kann, was der Hygiene zugutekommt. An matten Armaturen zum Beispiel bleiben Schmutzpartikel aufgrund ihrer Struktur leichter hängen, man sieht sie aber weniger. Darum kann man nicht generell sagen, dass für pflegeleichte Bäder matt besser ist als Hochglanz oder umgekehrt. Es hängt davon ab, worauf wir mehr Wert legen. Was die Farbauswahl betrifft, sind dunkle Farben im Badezimmer eindeutig im Nachteil, da man kleine Flecken hierauf sehr viel schneller sieht. Ideal sind hellere Farben mit ein bisschen Struktur bzw. Farbnuancen oder sogar Mustern, auf denen Flecken nicht so schnell auffallen.