Bodenebene Dusche: Worauf kommt es an? | TEUSCHER

Blog

TEUSCHER / Articles  / Bodenebene Dusche: Worauf kommt es an?
Bodenebene Dusche in grosszügigem Badezimmer.

Bodenebene Dusche: Worauf kommt es an?

Eine bodenebene Dusche ist fast immer machbar, muss aber gut geplant werden

Die bodenebene Dusche ist zu Recht eine der beliebtesten Optionen bei Badrenovierungen: Sie sieht toll aus, ist leicht zu reinigen und fördert die Barrierefreiheit im Bad. Ausserdem ist sie heutzutage fast immer umzusetzen, selbst in Altbauten. Selbstverständlich ist der Aufwand je nach Raumsituation sehr unterschiedlich. „Machbar“ bedeutet nicht immer „einfach“. Bei einem Neubau sollte man von Anfang an darauf hinweisen, dass man eine bodenebene Dusche haben möchte. So können die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden und ist die Umsetzung später leicht. Bei Renovierungen – insbesondere im Altbau – sollte der Fachmann genauestens überprüfen, ob und mit welchem Aufwand eine bodenebene Dusche umzusetzen ist. So kann man sich im Vorhinein überlegen, ob die Investition sich lohnt. Hat man sich dann erst einmal für eine bodenebene Dusche entschieden, muss man entscheiden, wie diese aussehen soll, denn es gibt heutzutage ganz unterschiedliche Möglichkeiten.

Der Boden: Duschwanne oder Plättli?

Als erstes muss man sich fragen, ob man eine bodenebene Duschwanne oder einen Boden mit Plättli haben möchte. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Bodenebene Duschwanne

Bei Duschböden denken viele an langweilige, weisse Emaille-Duschtassen, die keine wirklichen Hingucker im Badezimmer sind. Hier hat sich aber besonders in den letzten Jahren sehr viel getan. Bodenebene Duschtassen gibt es heutzutage in vielfältigen Ausführungen, Farben, Formen und Strukturen, die Materialien wie Stein, Beton, Leder etc. nachahmen. Sie können ausserdem für individuelle Duschsituationen massgefertigt werden und sind passend zu Duschwänden und Badmöbeln erhältlich. Der Vorteil von bodengleichen Duschwannen ist, dass sie einfacher auszuführen sind als ein geplättelter Boden, da sie bereits das richtige Gefälle besitzen und nur eingebaut werden müssen. Ausserdem sind sie fugenlos und daher leichter zu reinigen. Der Nachteil ist, dass die individuelle Gestaltung bei einer vorgefertigten Duschwanne ihre Grenzen hat. In einem kleinen Badezimmer kommt sie zudem meist nicht so richtig zur Geltung. Ausserdem muss man darauf achten, dass nicht alle Duschböden mit dem Rollstuhl befahrbar sind, falls man ein rollstuhlgerechtes Badezimmer haben möchte.

Badezimmer in Naturfarben mit bodenebener Duschtasse.

Bodenebene Duschtasse

Bodenebene Dusche mit Plättli

Eine bodengleiche Dusche mit Plättli bietet den Vorteil, dass sie sehr individuell gestaltet werden kann. Ausserdem kann Sie ein kleines Badezimmer grösser wirken lassen, wenn der gesamte Fussboden des Badezimmers durchgängig geplättelt wird. Bei der Umsetzung muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass ein echter Fachmann am Werk ist, da der Aufbau des Bodens mit dem richtigen Gefälle verlegt werden muss. Wichtig ist eine Gefällausbildung von mehr als 1,5 %. Bei kleineren Duschsituationen sollte sie eher grösser ausfallen. Die bei rahmenlosen Glasduschen vorgegebene Absatzhöhe von mindestens 12 mm im Türbereich (bzw. beim am weitesten vom Ablauf entferntem Punkt), zu der die Einbauhöhe der Unterkonstruktion, die Plattenstärke und der Siphon gerechnet werden müssen, ergibt zwangsläufig die notwendige Höhe für die bodentiefe Dusche.

Bodenebene Dusche mit durchgängig geplätteltem Fussboden.

Badezimmerboden durchgängig geplättelt.

 

Eine andere, etwas einfachere Möglichkeit ist das so genannte Duschboard, ein Duschelement, das bereits das richtige Gefälle besitzt und das beplättelt werden kann. Da die Form bei einem Duschboard vorgegeben ist, kann die Dusche hiermit nicht so individuell gestaltet werden wie mit einem Gefälle im Boden.

Geschlossene Dusche in anderer Farbe als das restliche Badezimmer.

Unterschiedliche Plättli für Badezimmer- und Duschboden.

Der Aufbau: ebenerdige Dusche mit Tür oder Walk-in-Dusche?

Ist der Boden erst einmal eben, muss eine geeignete Duschabtrennung her. Damit unsere ebenerdige Dusche richtig zur Geltung kommt, ist eine Glasdusche die gängigste Wahl, aber die Frage ist, ob man eine geschlossene Duschkabine oder lieber einer moderne Walk-in-Dusche haben möchte. Auch hier gibt es Argumente für beides.

Walk-in-Dusche

Die Walk-in-Dusche bietet maximalen Komfort, insbesondere fürs barrierefreie Duschen. Ausserdem sieht sie sehr elegant aus und passt zu ganz unterschiedlichen Einrichtungsstilen. Als Einschränkung muss bedacht werden, dass das Glas mindestens 1,20 m lang sein muss, da das Spritzwasser etwa diese Reichweite hat. Es muss also genug Platz für eine offene Dusche vorhanden sein. Darüber hinaus muss man den Faktor Wärme im Badezimmer bedenken, denn manche empfinden bei einer offenen Dusche die Luftzirkulation als unangenehm.

Grosszügige offene Dusche

Walk-in-Dusche

Begehbare Dusche mit Tür

Bodenebene Duschen mit Tür verbinden die Vorteile der ebenerdigen Dusche mit denen der herkömmlichen Duschkabine. Vom ästhetischen und praktischen Standpunkt her sind sie letzterer eindeutig überlegen. Darüber hinaus speichern sie im Gegensatz zur Walk-in-Dusche besser die Wärme und lassen keine Zugluft eintreten. Wichtig für die ebenerdige Duschkabine ist, auf die Übergänge zu achten. Vielfach wird der Fehler gemacht, dass sogenannte U-Profile sowohl im Boden- als auch im Wandbereich eingesetzt werden; generell ist jedoch jedes Profil ein anschluss-, abdichtungs- und hygienetechnischer Schwachpunkt. Das Augenmerk sollte besser auf einer lückenlosen, homogenen Abdichtung im Nassbereich liegen. Rahmenlose Glasduschen bieten hierbei den Vorteil, dass sie AUF die Plattenbeläge montiert werden, wodurch die Abdichtung nicht unterbrochen wird.

Ebenerdige Eckdusche durchgängig geplättelt

Eckdusche ebenerdig.

Kann eine bodenebene Dusche undicht sein?

Manchmal hört man Erfahrungsberichte, die sich über die Undichtheit ihrer Dusche beklagen. Bei richtiger Planung und Umsetzung sollte eine bodenebene Dusche jedoch genauso dicht sein wie ein konventionelles System. Wenn nicht, wurde irgendwo ein Fehler begangen. Da Wasser immer den geringsten Widerstand sucht, muss es dahin geleitet werden, wo es hin soll. Hierfür sind zwei Dinge entscheidend: zum einen die Gefällausbildung, zum anderen die Übergänge von Wand zu Boden und von Trocken- zu Nassbereich. Bevor man eine Dusche ebenerdig einbauen lässt, muss vom Fachmann genauestens überprüft und ausgerechnet werden, welches Gefälle das richtige ist, denn im Grunde ist jede Duschsituation anders und erfordert deshalb auch andere Lösungen. Je kleiner beispielsweise die bodentiefe Dusche, desto mehr muss auf die Dichtheit geachtet werden, da sich die Wassermasse auf kleinerem Raum stärker konzentriert und die Duschabtrennungen somit höher benetzt werden. Auch auf die Art, die Qualität und den Einsatz der Dichtungen kommt es an. Der Duschenbau-Profi wird für jede Situation eine geeignete Lösung finden.

Ebenerdige Glasdusche rechtzeitig planen

Wichtig, wenn man eine bodengleiche Dusche einbauen lässt, ist, dass der Duschenbauer bereits bei der Planung  mit einbezogen wird, damit die Anschluss-Details sowie der Übergang im Türbereich optimal umgesetzt  und angepasst werden können. Die Platzierung und die Auswahl der richtigen Bauelemente werden einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Dichtheit der Dusche haben. Für den Einbau einer ebenerdigen Dusche ist das fachmännische Know-how also besonders wichtig. Ist die bodenebene Dusche gut geplant, ist sie später auch dicht. Im Nachhinein ist eine Undichtheit leider nur schwer zu korrigieren, obwohl man es mit verschiedenen Massnahmen wie etwa einem Einsatz von Bodenprofilen versuchen kann.

Bei Teuscher beraten wir Sie gerne  in Fragen der Planung bodenebener Duschen und  erarbeiten mit Ihnen Ihre Traumdusche. Sie erreichen uns telefonisch, via E-Mail, Kontaktformular oder in unserem Showroom in Dietikon.