Licht im Badezimmer - So planen Sie Ihre Badbeleuchtung | TEUSCHER

Blog

TEUSCHER / Articles  / Licht im Badezimmer – So planen Sie Ihre Badbeleuchtung

Licht im Badezimmer – So planen Sie Ihre Badbeleuchtung

Funktional und doch behaglich: Licht im Badezimmer muss viele Anforderungen erfüllen

Dass Licht einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser Wohlbefinden hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Die einfache klassische Deckenleuchte erfüllt heutzutage nicht mehr die Ansprüche an eine moderne Wohneinrichtung. Insbesondere im Zeitalter der LEDs ist die Lichtgestaltung in unseren Wohnräumen immer verspielter geworden, da die technischen Möglichkeiten ungemein erweitert wurden und man sich ausserdem keine Sorgen mehr um den Stromverbrauch machen muss. Das Licht im Badezimmer ist hierbei natürlich keine Ausnahme, im Gegenteil! Allerdings fällt die Lichtplanung für die Nasszelle oft schwerer als für andere Räume des Hauses. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen muss das Licht im Bad sehr unterschiedliche Funktionen erfüllen (es sollte gemütlich und einladend sein, aber dennoch hell genug, um sich im Spiegel schminken und rasieren zu können). Zum anderen muss das Licht im Badezimmer gewissen technischen Anforderungen und Sicherheitskriterien entsprechen. Dazu kommt, dass es sich bei vielen Badezimmern um sehr kleine Räume handelt, so dass eine zusätzliche Anforderung an die Badezimmerbeleuchtung ist, den Raum grösser wirken zu lassen. Gar nicht so einfach also. Wie packt man es am besten an?

Ein Waschbeckenuntersatz mit blauem Licht.

Ein Akzentlicht darf auch gerne farbig sein.

Badezimmerbeleuchtung planen

Oft hört man den Ratschlag, das Licht im Badezimmer im Vorhinein gut zu planen, da Veränderungen später nur schwer vorzunehmen sind. Das stimmt an sich auch: Insbesondere wenn die Wände bis oben hin geplättelt werden, können die Elektroanschlüsse später nur noch mit sehr viel Aufwand ihren Platz wechseln, so dass zumindest der Standort der Leuchten fürs Bad von vornherein feststeht. Allerdings ist es mit dem Licht nicht so einfach wie mit den Farben oder Materialien. Es ist relativ leicht, sich eine grüne Wand mit weissen Möbeln vorzustellen, insbesondere mithilfe von Simulationsprogrammen, wie sie viele Interieurgestalter verwenden. Aber die tatsächliche Wirkung des Lichts in einem Raum ist mit Simulationsprogrammen sehr viel schwieriger nachzuahmen und damit auch schwieriger vorzustellen.

Wenn man sich also nicht ganz sicher ist, kann man mit dem Elektriker besprechen, welches die „flexibelste Lösung“ für die Beleuchtung im Badezimmer ist, also diejenige, die später bis zu einem gewissen Grad noch Änderungen zulässt. Zum Beispiel, indem man einen der Lichtantschlüsse oberhalb der Plättli verlegen lässt. Übrigens: Es ist auch unter anderen Gesichtspunkten nicht immer ratsam, das Badezimmer bis zur Decke zu plätteln, denn das kann unter gewissen Umständen schimmelfördernd sein. Das ist also ein Punkt, über den man nachdenken kann.

Im Idealfall macht man jedoch natürlich von Anfang an alles richtig. Hierfür gibt es zum Glück gewisse Grundregeln der Beleuchtung, und wenn man sich bei der Badplanung daran hält, hat man schon sehr viel gewonnen.

Grundregel 1: Eine moderne Badezimmerbeleuchtung besteht aus mehreren Lichtquellen

Es ist sehr schwierig, mit einer einzelnen Lichtquelle ein angenehmes Ambiente in einem Raum zu erzeugen. Das gilt nicht nur fürs Licht im Badezimmer. Die Kombination verschiedener Lichtquellen wird vom menschlichen Auge als sehr viel angenehmer empfunden. Als magische Zahl gilt hierfür im Interieurdesign die drei: eine Grundbeleuchtung, ein Akzentlicht und ein Stimmungslicht (je grösser der Raum, desto mehr Leuchten dürfen hinzukommen):

Fürs Licht im Badezimmer sollten verschiedene Leuchten kombiniert werden.

Der Mix macht’s: Verschiedene Arten von Leuchten sorgen für stimmungsvolles Licht im Badezimmer.

 

  • Die Grundbeleuchtung muss im Badezimmer nicht unbedingt von der Decke kommen. Das kann in einem kleinen Badezimmer sogar etwas einengend wirken, da der Lichtkegel nach unten fällt und die oberen Ecken des Raumes im Dunkeln bleiben. Wandleuchten, die nach oben ausgerichtet sind, haben oft einen viel schöneren Effekt. Wenn die Wandleuchten omnidirektional sind, können Sie auch links und rechts von den Spiegeln angeordnet werden und eine spezifische Spiegelbeleuchtung im Bad in manchen Fällen sogar unnötig machen. Wenn man sich hingegen für eine Deckenbeleuchtung entscheidet, sollte mehr als eine Lichtquelle vorhanden sein, mindestens zwei, je nach Grösse des Bades auch mehr.
  • Die Funktion des Akzentlichts wird im Badezimmer meist von einem Funktionslicht am Spiegel übernommen. Der Spiegel muss gut beleuchtet sein, um sich rasieren oder schminken zu können. Leuchten für Badezimmerspiegel, die direkt auf den Spiegel gerichtet sind, wirken hierbei im Hinblick auf den restlichen Raum meist gemütlicher als integrierte LED-Leuchten. Letztere sind meist jedoch funktioneller, das ist also Geschmacksfrage. Auch beleuchtete Kosmetikspiegel können vom rein Funtionellen abgesehen durchaus schöne Akzente setzen, wenn sie über ein angenehmes Licht verfügen.In etwas grösseren Badezimmern kann auch ein zusätzliches Akzentlicht auf ein schönes Möbelstück oder eine schön dekorierte Ecke gerichtet werden.
  • Das Stimmunglicht kann sehr gut im Bereich der Dusche oder der Badewanne installiert werden. Insbesondere ein Licht in der Dusche zaubert oft ein schönes Ambiente herbei. Hier kann man kreativ werden und eventuell sogar farbige LEDs verwenden. Insbesondere in einer Dampfdusche erzielt man damit einen entspannenden SPA-Effekt. Sehr schön wirken auch indirekte oder versteckte Lichtquellen wie Lichtleisten, etwa in Nischen, hinter Möbeln, am unteren Rand der Badewanne, etc.

 

Versteckte LED-Leisten eignen sich hervorragend fürs Licht im Badezimmer.

Versteckte LED-Leisten eignen sich hervorragend als Stimmungslicht.

Grundregel 2: Im Bad Lichtfarbe und -intensität unbedingt flexibel gestalten

Nicht nur auf die Platzierung der Leuchten kommt es an, auch Lichtfarbe und -intensität spielen eine entscheidende Rolle für die richtige Stimmung im Bad. Da das Licht im Bad wie eingangs erwähnt ganz verschiedene Funktionen erfüllen muss, wählt man die Leuchten auch in dieser Hinsicht am besten flexibel. Idealerweise sollte eine Badezimmerlampe dimmbar sein und zusätzlich die Möglichkeit bieten, die Lichtfarbe zu ändern. So kann man sein Badezimmer in gelbes, schummriges Licht für das entspannende Vollbad tauchen, aber weisses, intensives Licht verwenden, wenn man sich morgens vor Sonnenaufgang aufs Büro vorbereiten muss.

Die Dusche ist kein schlechter Ort fürs Licht im Badezimmer.

Eine Dusche mit Licht kann sehr stimmungsvoll sein.

Grundregel 3: Das Licht im Badezimmer muss mit den Gegebenheiten des Raumes harmonieren

Die beiden oben genannten Grundregeln bieten eine gute Basis für die Lichtplanung, müssen aber nicht unbedingt immer 100 % eingehalten werden. Jedes Badezimmer ist anders und die Beleuchtung im Bad muss natürlich vor allem unseren persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Dabei sollte man auch die Farben, Materialien und die Grösse des Raumes in Betracht ziehen. Ein Badezimmer in hellen Farben mit Tageslichteinfall benötigt weniger künstliches Licht als ein dunkles Innenbad. Falls Sie Materialproben für die Gestaltung Ihres Badezimmers mit nach Hause bekommen haben, probieren Sie am besten aus, wie diese unter Lichteinfall ihre Farbe verändern. Manchmal kann ein Plättli, das man im Laden gesehen hat, in einer anderen Lichtsituation ganz anders aussehen. Und wenn Sie ein schönes Mosaik oder einen dekorativen Randstreifen ausgewählt haben, sollte dieser gut ausgeleuchtet werden, um richtig zur Geltung zu kommen. Farben, Strukturen und Licht sollten gut miteinander harmonieren, damit ein schönes Gesamtbild entsteht.

Im Wannenbereich sollte man mindestens Schutzart IP56 verwenden.

Eine Leuchte im Wannenbereich sollte am besten der Schutzart IP66 entsprechen.

Licht im Badezimmer und Sicherheit

Lampen kommen im Bad mit Feuchtigkeit und/oder Wasser in Berührung. Es gelten daher für Lampen im Badezimmer strengere Sicherheitsvorschriften als in anderen Räumen. Um zu wissen, ob eine Lampe für Badezimmer geeignet ist, muss man sich an der internationalen IP-Schutzart orientieren. Diese besteht aus zwei Ziffern, wobei die zweite sich auf den Schutz gegen Wasser bezieht. Für die Badezimmerbeleuchtung ist im allgemeinen IP44 ausreichend. Wenn die Lampe sich weit von Dusche und Badewanne entfernt befindet, darf es sogar nur IP22 sein. Eine Beleuchtung in der Dusche oder im Bereich der Badewanne sollte jedoch gegen Strahlwasser geschützt sein, so dass mindestens IP55 oder IP66 erforderlich ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, fragt man natürlich am besten bei seinem Elektriker oder im Elektrofachhandel nach.

Generell sollte man wissen, dass die Möglichkeiten fürs Licht im Badezimmer heutzutage sehr vielfältig sind und sich nicht im Vorhinein durch technische Überlegung einschränken lassen. Am besten lässt man erstmal die Fantasie schweifen und sucht dann den besten Profi, um seine Ideen umzusetzen.