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Minimalistische Einrichtung im Badezimmer.

Minimalistische Einrichtung: Interieurdesign als Lebensphilosophie

Die Schlüssel für eine minimalistische Einrichtung

Um eine Wohnung minimalistisch einzurichten, braucht es einigen Mut und einige Planung. Damit Minimalismus im Haus nämlich gut aussieht, muss dieser Stil konsequent durchgehalten werden. Es ist ja sowieso schon nicht einfach, bei der Wohnungseinrichtung an einer klaren Linie festzuhalten, beim Minimalismus fallen Stilbrüche aber ganz besonders ins Auge. Darum fragt man sich vor der nächsten Renovierung am besten, ob man wirklich der Typ für eine minimalistische Einrichtung ist oder ob man doch zu sehr das Verschnörkelte liebt. Der Minimalismus ist immer dann eine gute Wahl, wenn man nach Klarheit sucht und seine Wohnung „entrümpeln“ möchte. Wenn Sie stets das Gefühl haben, dass Ihre Einrichtung überladen und unordentlich ist; dass Sie nie wirklich den Überblick über alle Ihre Sachen haben – dann lohnt es sich für Sie vielleicht, Ihre Einrichtung minimalistisch zu gestalten.

Was ist Minimalismus?

Der Begriff Minimalismus wurde ursprünglich für Strömungen in Bildender Kunst und Architektur verwendet, bezeichnet mittlerweile aber auch eine Stilrichtung des Interieurdesigns und sogar eine neue Lebensphilosophie. Minimalismus bedeutet, wie der Name bereits andeutet, auf alles zu verzichten, was nicht unbedingt notwendig ist. Ganz nach dem bekannten Designermotto „Weniger ist mehr“. Aber damit ist nun natürlich nicht alles erklärt, denn auf die Spitze getrieben könnte das bedeuten, dass man alle Möbel aus seiner Wohnung verbannt und einfach auf dem Betonboden schläft. Nein, es gibt ganz bestimmte Stilelemente, die den Minimalismus ausmachen und als solchen definieren, das gilt sowohl für Kunst und Architektur, als auch für die Inneneinrichtung. Ein minimalistischer Wohnstil ist schwieriger durchzuhalten als man denkt. Es geht nämlich nicht nur darum, auf alles zu verzichten, was nicht unbedingt notwendig ist, sondern darum, trotzdem eine angenehme und behagliche Wohnatmosphäre zu schaffen.

 

Minimalismus Architektur: La Grande Arche von Johan Otto von Spreckelsen

Minimalismus in der Architektur: „La Grande Arche“ von Johan Otto von Spreckelsen.

Minimalistisch leben

Für viele Menschen ist der Minimalismus eine Lebensphilosophie und beschränkt sich somit nicht auf die Einrichtung ihrer Wohnung, sondern hat Einfluss auf ihre ganze Lebensweise. Sich von allem Überflüssigen zu befreien schafft Klarheit in den Gedanken, bringt Ruhe ins Leben und wird nicht zuletzt auch als Protesthaltung gegen ein übertriebenes Konsumverhalten verstanden. Menschen, die minimalistisch leben, beschränken sich auf das Wesentliche. Denn man nimmt an, dass zu viel unnötiger Ballast uns derart ablenkt, dass wir nicht mehr in der Lage sind, zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Und diese Philosophie wird dann auch in der Einrichtung der eigenen Wohnung umgesetzt.

 

 

Eine minimalistische Einrichtung kommt mit wenigen Elementen aus.

Minimalismus bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Minimalistische Innenarchitektur

Dennoch muss man zwischen Minimalismus als Lebensphilosophie und Minimalismus als Einrichtungsstil unterscheiden. Nicht jeder, der seine Wohnung minimalistisch einrichten möchte, ist auch in anderen Aspekten seines Lebens ein Minimalist. Es kann sich ganz einfach um eine ästhetische Vorliebe handeln, die ausserdem auch gerade voll im Trend liegt. So ist dieser Stil in den skandinavischen Ländern schon seit Jahren ein Renner. Doch auch auf Menschen, die keine eingefleischten Minimalisten sind, kann eine minimalistische Einrichtung dieselben positiven Effekte haben wie auf Menschen, die aus voller Überzeugung diese Lebensweise wählen, sozusagen als „Nebeneffekt“. Schlichte Farben, eine klare Formsprache, viel offener Raum und die Abwesenheit ablenkender Objekte haben eine beruhigende Wirkung auf den Geist und helfen dabei, Gedanken und Phantasie schweifen zu lassen.

Wie erreicht man nun aber eine Einrichtung, die zwar schlicht und von Überflüssigem befreit, aber dennoch wohnlich und behaglich ist?

Eine minimalistische Einrichtung fürs Bad mit hellen freien Fläachen und klaren Formen.

Minimalismus im Badezimmer: viel freie Flächen, helle Farben, Spiel mit unterschiedlichen Strukturen.

 

Die grundlegenden Elemente für eine minimalistische Einrichtung

  • Eine klare Formsprache: d.h., klare Linien ohne Schnörkel, Gebrauch geometrischer Grundformen für Einrichtungsgegenstände und Abwesenheit störender Dekorationselemente. Ein gutes Beispiel für minimalistische Einrichtung und Formsprache ist die rahmenlose Glasdusche, die fast nur aus glatten Oberflächen besteht und allein die unumgänglichen funktionellen Konstruktionselemente sehen lässt.
  • Qualität vor Quantität: zwar verwendet der Minimalist weniger Einrichtungsgegenstände, wählt diese aber nur von der höchsten Qualität. Anstatt viele preiswerte Stücke anzuhäufen, gibt man lieber Geld für wenige minimalistische Möbel aus, die dafür aber zeitlos schön und beständig sind. Dies gilt auch für die (wenigen) Dekorationselemente der Einrichtung, denn ja: ein wenig Dekoration ist im Minimalismus erlaubt, allerdings sollte es sich um Stücke handeln, die wirklich eine besondere Bedeutung für einen haben oder aber eine gewisse Funktionalität aufweisen. So kann man etwa das Bild eines befreundeten Künstlers aufhängen oder ein selbst gefundenes Fossil auf eine Kommode legen. Solche Stücke verhindern denn auch, dass es der Wohnung aufgrund der schlichten Einrichtung an Persönlichkeit mangelt. Ein Beispiel für ein funktionelles Dekorationselement wäre etwa ein hochwertig designter Seifenspender im Badezimmer.
  • Viel freie Flächen: sowohl die Wände als auch die Oberflächen von Möbeln sollten freigehalten werden. Es sollte so viel Raum wie möglich zu sehen sein. Eine bodenebene Dusche, die eine Einheit mit dem restlichen Boden des Bades bildet, ist hierfür ein gutes Beispiel, da die gesamte Fläche als eine Einheit wahrgenommen wird. Besonders für kleine Badezimmer ist dies eine hervorragende Lösung.
  • Farben: der Minimalismus setzt auf helle und freundliche Farben, die Klarheit und Reinheit ausstrahlen. Weiss ist zu bevorzugen, aber auch zarte Pastell- und Grautöne fügen sich sehr gut in eine minimalistische Wohnungseinrichtung ein.
  • Materialien: auch hier ist zunächst einmal auf hohe Qualität zu achten. Generell eignen sich natürliche oder der Natur nachempfundene Materialien sowie Stahl und Glas. Darüber hinaus sollte erwogen werden, mit verschiedenen Texturen zu spielen, um etwas Abwechslung in die minimalistische Einrichtung zu bringen. So kann man etwa gröbere mit feineren oder auch weichere mit härteren Oberflächenstrukturen kombinieren. Dies verringert in keiner Weise die Klarheit der Formen, sorgt aber für ein Minimum an Abwechslung und kann somit verhindern, dass die Einrichtung zu eintönig wird.
  • Licht: ein minimalistischer Einrichtungsstil bringt Lichteffekte besonders gut zur Geltung. Diese sollten allerdings nicht verspielt sein oder zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern vielmehr die gegebenen Formen des Raumes betonen.

Minimalismus im Badezimmer

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