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Minimalistisches Badezimmer

Minimalismus: Interieur-Design als Lebensphilosophie

Was ist Minimalismus?

Der Begriff Minimalismus wurde ursprünglich für Strömungen in Bildender Kunst und Architektur verwendet, bezeichnet mittlerweile aber auch eine Stilrichtung des Interierur-Designs und selbst eine neue Lebensphilosophie. Minimalismus bedeutet, wie bereits dem Namen zu entnehmen ist, auf alles zu verzichten, was nicht unbedingt notwendig ist. Nach dem bekannten Motto „Weniger ist mehr“. Aber damit ist nun natürlich nicht alles erklärt, denn auf die Spitze getrieben könnte das bedeuten, dass man alle Möbel aus seiner Wohnung verbannt und einfach auf dem Betonboden schläft. Nein, es gibt ganz bestimmte Stilelemente, die den Minimalismus ausmachen und als solchen definieren, das gilt sowohl für Kunst und Architektur, als auch für die Inneneinrichtung, die uns in diesem Artikel interessiert.

La Grande Arche in Paris

Minimalismus in der Architektur: „La Grande Arche“ von Johan Otto von Spreckelsen

Warum Minimalismus?

Für viele Menschen ist der Minimalismus eine Lebensphilosophie und beschränkt sich somit nicht auf die Einrichtung ihrer Wohnung, sondern hat Einfluss auf ihre ganze Lebensweise. Sich von allem Überflüssigen zu befreien schafft Klarheit in den Gedanken, bringt Ruhe ins Leben und wird nicht zuletzt auch als Protesthaltung gegen ein übertriebenes Konsumverhalten verstanden. Menschen, die minimalistisch leben, beschränken sich auf das Wesentliche. Denn man nimmt an, dass zu viel unnötiger Ballast uns derart ablenkt, dass wir nicht mehr in der Lage sind, zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Und diese Philosophie wird dann auch in der Einrichtung der eigenen Wohnung umgesetzt.

Waschtisch mit minimaler Dekoration

Minimalismus im Interieur-Design: Beschränkung auf das Wesentliche

Minimalismus im Interieur-Design

Dennoch muss man zwischen Minimalismus als Lebensphilosophie und Minimalismus als Einrichtungsstil unterscheiden. Nicht jeder, der minimalistisches Design liebt, ist auch in anderen Aspekten seines Lebens ein Minimalist. Es kann sich ganz einfach um eine ästhetische Vorliebe handeln, die ausserdem auch gerade voll im Trend liegt. So ist dieser Stil in den skandinavischen Ländern schon seit Jahren ein Renner. Doch auch auf Menschen, die keine eingefleischten Minimalisten sind, kann eine minimalistische Einrichtung dieselben positiven Effekte haben wie auf Menschen, die aus voller Überzeugung diese Lebensweise wählen, sozusagen als „Nebeneffekt“. Schlichte Farben, eine klare Formsprache, viel offener Raum und die Abwesenheit ablenkender Objekte haben eine beruhigende Wirkung auf den Geist und helfen dabei, Gedanken und Phantasie schweifen zu lassen.

Wie erreicht man nun aber eine Einrichtung, die zwar schlicht und von Überflüssigem befreit, aber dennoch wohnlich und behaglich ist?

Minimalismus: rechteckige Waschtische

Charakteristisch für minimalistisches Design: geometrische Grundformen

Die grundlegenden Elemente des Minimalismus im Interieur-Design

  • Eine klare Formsprache: d.h., klare Linien ohne Schnörkel, Gebrauch geometrischer Grundformen für Einrichtungsgegenstände und Abwesenheit störender Konstruktionselemente. Ein gutes Beispiel für minimalistische Formsprache im Interieur-Design ist die rahmenlose Glasdusche, die fast nur aus glatten Oberflächen besteht und allein die unumgänglichen funktionellen Konstruktionselemente sehen lässt.
  • Qualität vor Quantität: zwar verwendet der Minimalist weniger Einrichtungsgegenstände, wählt diese aber nur von der höchsten Qualität. Anstatt viele preiswerte Stücke anzuhäufen, gibt man lieber Geld für ein einzelnen Stück aus, das dafür aber zeitlos schön und beständig ist. Dies gilt auch für die (wenigen) Dekorationselemente der Einrichtung, denn ja: ein wenig Dekoration ist im Minimalismus erlaubt, allerdings sollte es sich um Stücke handeln, die wirklich eine besondere Bedeutung für einen haben oder aber eine gewisse Funktionalität aufweisen. So kann man etwa das Bild eines befreundeten Künstlers aufhängen oder ein selbst gefundenes Fossil auf eine Kommode legen. Solche Stücke verhindern denn auch, dass es der Wohnung aufgrund der schlichten Einrichtung an Persönlichkeit mangelt. Ein Beispiel für ein funktionelles Dekorationselement wäre etwa ein hochwertig designter Seifenspender im Badezimmer.
  • Viel freie Flächen: sowohl die Wände als auch die Oberflächen von Möbeln sollten freigehalten werden. Wie bereits erwähnt, kann ein einzelnes Dekorationselement geschickt platziert werden, aber mehr als eines im Raum entfernt sich bereits zu weit von den Grundprinzipien des Minimalismus.
  • Farben: der Minimalismus setzt auf helle und freundliche Farben, die Klarheit und Reinheit ausstrahlen. Weiss ist zu bevorzugen, aber auch zarte Pastell- und Grautöne fügen sich sehr gut in ein minimalistisches Konzept.
  • Materialien: auch hier ist zunächst einmal auf hohe Qualität zu achten. Generell eignen sich natürliche oder der Natur nachempfundene Materialien sowie Stahl und Glas. Darüber hinaus sollte erwogen werden, mit verschiedenen Texturen zu spielen, um etwas Abwechslung in die Einrichtung zu bringen. So kann man etwa gröbere mit feineren oder auch weichere mit härteren Oberflächenstrukturen kombinieren. Dies verringert in keiner Weise die Klarheit der Formen, sorgt aber für ein Minimum an Abwechslung und kann somit verhindern, dass die Einrichtung zu eintönig wird.
  • Licht: bei einer schlichten Einrichtung kommen Lichteffekte besonders gut zur Geltung. Diese sollten allerdings nicht verspielt sein oder zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern vielmehr die gegebenen Formen des Raumes betonen.
Minimalistisches Badezimmer in hellen Pastelltönen

Minimalismus im Badezimmer: viel freie Flächen, helle Farben, Spiel mit unterschiedlichen Strukturen

 

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