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Badgestaltung auf kleinem Raum

Wie schafft man Platz in einem kleinen Badezimmer?

Traditionell wird dem Badezimmer beim Wohnungsbau relativ wenig Raum beigemessen. Dementsprechend häufig hört man Klagen über zu kleine Badezimmer, aus denen nicht viel gemacht werden kann. Eine durchdachte, professionelle Planung im Vorfeld jedoch kann auch aus kleinen Nasszellen komfortable Bäder machen, in denen man sich rundum wohlfühlt. Dabei gilt: je kleiner ein Badezimmer, desto wichtiger die Planung, denn desto mehr muss aufs Detail geachtet werden. Es sind vor allem zwei Zielstellungen, die die Planung bestimmen:

1.       Das Bad praktisch und funktional zu gestalten.

2.       Das Bad optisch grösser wirken zu lassen.

Funktionalität

Die Verkehrswege: Im Vornherein die Verkehrswege zu bedenken, ist das A und O einer effizienten Raumplanung. Welche Bewegungen führt man Häufigsten aus? Welche Objekte verwendet man oft? Wo führen die gewöhnlichen Gänge entlang? Hier die wichtigsten Knackpunkte:

  • Die Platzierung des WC: dies sollte der Ausgangspunkt für die Planung der Verkehrswege sein, da das WC am besten zugänglich sein muss und gleichzeitig am Schwierigsten zu versetzen ist. Es befindet sich idealerweise gleich neben der Dusche, jedoch ohne den Einstieg in irgendeiner Weise zu behindern.
  • Türen: Die Tür des Raumes sollte nach aussen öffnen, die Duschtür hingegen nach innen. So werden die Verkehrswege nicht gestört, selbst wenn eine der Türen oder beide geöffnet sind.
    Glasdusche in kleinem Badezimmer.

    Duschtüren sollten nach Innen öffnen.

  • Die Form der Objekte: vorstehende Ecken und Kanten können eine erhebliche Behinderung der Verkehrswege verursachen. Darum sollte die Auswahl der Badmöbel mit Hinblick auf ihre spätere Platzierung im Bad und ihre Auswirkung auf die Verkehrswege getroffen werden. Bei der Dusche etwa ist eine Fünfeckform hervorragend geeignet. D. h., die Dusche wird in eine Ecke eingebaut und der vordere Bereich abgeschrägt. So geht weniger Raum verloren und die Bewegungsfreiheit ist weder innerhalb noch ausserhalb der Dusche eingeschränkt.
  • Priorisierung der Verkehrswege vor dekorativen Elementen: So schön ein bestimmtes Möbelstück, eine Duschtrennwand oder sonstige Elemente auch sein mögen, es muss immer zuerst bedacht werden, ob sie wirklich in unser Bad passen und letztendlich kein Störfaktor sein werden. Nicht jedes Möbelstück passt in jedes Bad und wenn man es rein vom ästhetischen Standpunkt her auswählt, ohne die Funktionalität des Bades im Auge zu behalten, kann man sich eventuell jahrelang daran ärgern.
Glasdusche unter Dachschräge mit hellen Kacheln.

Glasduschen können an alle Raumbedingungen angepasst werden.

Weniger ist mehr: sparen Sie Platz und verzichten Sie auf alle Elemente, die nicht wirklich notwendig sind. So verzichtet man am besten auf eine Badewanne und nutzt den Raum besser als reines Duschbad. Auch ist eine optimierte Ablagefläche mit einzelnem Waschbecken einem Doppelbecken vorzuziehen, denn meist benutzt man die Waschbecken doch nicht gleichzeitig.

Nischen nutzen: Verfügt das Bad über Nischen, sollten diese auf jeden Fall genutzt werden, denn sonst geht kostbarer Raum verloren. Oft kann sogar die Dusche in eine Nische eingebaut werden. Generell können Duschen an ganz unterschiedliche Raumbedingungen wie z. B. Dachschrägen angepasst werden(siehe Abbildung), was bei der Raumgestaltung eines kleinen Badezimmers sehr von Nutzen sein kann.

Hat man eine sehr kleine Nische im Bad, in die keine Dusche passt, kann man diese z. B. für Regalbretter verwenden, die einen klobigen Badschrank ersetzen.

Optik

Um das Badezimmer optisch grösser wirken zu lassen, gibt eine ganze Reihe an Tricks, deren Kombination eine erstaunliche Wirkung erzeugen kann:

  • Den Grundriss betonen: Der Raum wirkt grösser, wenn wir die gesamte Bodenfläche als eine Einheit wahrnehmen, anstatt als abgegrenzte oder sogar abgestufte Einheiten. Darum sollten alle „Sichtbremsen“ wie Duschvorhänge, Mauerungen oder Duschwände beseitigt werden. Am besten eignen sich rahmenlose Echtglasduschen (ohne matte oder strukturierte Gläser), die den Durchblick auf den ganzen Raum ermöglichen und auf diese Weise ein grösseres Raumgefühl vermitteln. Der Duschboden sollte ebenerdig sein und in derselben oder einer ähnlichen Farbe gehalten werden wie der Rest des Bodens.
    Glasdusche unter Dachschräge auf dunklem Boden.

    Dunkler Boden, helle Wand, geschickt platzierte Dusche.

  • Das Licht: Eine geschickte Lichtplanung ist ganz besonders entscheidend für die optische Wirkung eines kleinen Raumes. Generell hat viel Helligkeit eine positive Wirkung, aber es muss auch bedacht werden, wie man die Lichtquellen am besten platziert. Werden etwa die Wände angestrahlt (insbesondere der obere Teil), so weitet das den Raum. Auch flächenbündige Bodenleuchten sind sehr effektiv, da sie den Blick nach oben lenken. Von einer einzelnen Lichtquelle an der Decke ist abzuraten, denn sie erzeugt einen Lichtkegel, der kleiner ist als der Raum, und ihn somit gefühlt verengt. An der Decke sind also mehrere Leuchten vorzuziehen.
  • Die Farben: Generell sind hellere Farben und Pastelltöne geeignet. Kräftige und warme Farben kommen gefühlt „auf einen zu“ und wirken daher beengend. Sie sind eher für grosse Räume geeignet. Andererseits ist es eine gute Idee, den Boden in einer dunkleren Farbe zu gestalten als die Wände, denn dadurch wirken die Wände weiter.
  • Die Materialien: In einem kleinen Badezimmer sollten die verwendeten Materialien und Stoffe so leicht und angenehm wie möglich sein. Hervorragend geeignet sind natürliche oder der Natur nachempfundene Strukturen, da diese als weniger raumfüllend empfunden werden.
  • Spiegel: Es ist bekannt, dass Spiegel optisch den Raum erweitern. Den Spiegel wählt man daher am besten so gross wie möglich.
  • Dekoration: Ein kleines Badezimmer darf auf keinen Fall mit Dekoration überladen werden, denn das hat eine einengende Wirkung. Allzu karg sollte man es jedoch auch nicht halten, da das letztendlich kontraproduktiv sein könnte. Ein kleines Bad sollte behaglich und hübsch gestaltet werden, damit man sich trotz des eingeschränkten Raumes darin wohlfühlt. Am besten sind wenige, jedoch gezielt platzierte Dekorationselemente (oder auch nur ein einziges Element), die den Blick in eine bestimmt Richtung lenken, zum Beispiel direkt gegenüber der Tür, damit der Blick gleich bei Eintritt ins Bad auf etwas Angenehmes trifft.